Wassertanks im Winter. Auf was ist zu achten!
Schön, dass du da bist! Hier erklären wir kurz, was du im Winter bezüglich deines Wassertanks beachten musst.
Im Winter sinken die Temperaturen allmählich und es kann zu Frost kommen. Daher möchten wir dir einige Empfehlungen zum Winterbetrieb des Wassertanks geben.
Diese Tipps sollen helfen, den Tank im Frühjahr wieder voll funktionsfähig in Betrieb zu nehmen.
Wichtiges vorab

- Die empfindlichste Stelle ist der Kugelhahn (Ausguss, mit rotem oder blauem Hebel, s. Bild). Dieser sollte im Winter immer geöffnet sein, damit kein Wasser im Metallstück verbleibt. Wenn nämlich Wasser im Metallstück ist, dehnt sich dieses bei Minusgraden aus und dadurch kann der Kugelhahn platzen! Also: Kugelhahn bei Minustemperaturen immer offen lassen.
- Der Haupthahn (meistens blauer Griff am IBC-Container oberhalb des Kugelhahns, s. Bild) kann dagegen verschlossen bleiben, damit das Wasser nicht ungewollt abfließt.
- Allgemein ist der gefüllte IBC-Tank unempfindlich gegenüber kurzzeitigen Kälteeinbrüchen (z.B. Nachtfrost).
- Kritisch wird es aber, wenn über längere Zeiträume Minusgrade herrschen. Dann gefriert das Wasser innerhalb des Tanks und dehnt sich aus: Der Tank könnte platzen. Daher sollte der Tank zur winterlichen Jahreszeit in etwa halbvoll sein, damit das Wasser im Tank genug Platz zum Ausdehnen hat. Bei länger anhaltenden Minusgraden empfehlen wir, das Wasser komplett aus dem Tank zu lassen.
Allgemein: Gießen im Winter
Auch im Herbst und zu Beginn des Winters kann es trockene Phasen geben, in denen Gießen sinnvoll ist. Allerdings sollten Bewässerungssäcke dringend entfernt werden, da sich sonst Pilze oder Bakterien im Wasser zwischen Sack und Baum ansiedeln könnten. Grundsätzlich empfehlen wir Baumbewässerungssäcke mit einem Pflanzstab und nicht am Baumstamm direkt anzubringen.
Bäume nehmen im Winter weniger Wasser auf, da sie in einer Ruhephase sind. Gießen ist daher in dieser Zeit meist weniger dringend. Dennoch kann eine kontinuierliche Bewässerung in städtischen Gebieten hilfreich sein, um eine konstante Bodendurchfeuchtung zu gewährleisten und Wasser in tiefere Erdschichten zu leiten. Dies unterstützt den Boden und die Pflanzen in der nächsten Trockenphase. Achte darauf, Staunässe zu vermeiden und die Wasseraufnahme des Bodens zu beobachten.
Falls die Baumscheiben und umliegenden Flächen größtenteils versiegelt sind und der meiste Niederschlag in die Kanalisation abfließt, ist es empfehlenswert, das Gießen den gesamten Winter über fortzusetzen. In Bereichen mit vielen Versickerungsflächen kann das Gießen bis zum Frühjahr pausiert werden.
Faustregeln für den Winterbetrieb
Ab Dezember
- Verschließe den Wasserzulauf am Fallrohr. Falls du vom Dachdeckerbetrieb, der den Anschluss installiert hat, einen Blindstopfen erhalten hast, verwende diesen. Ab Dezember sammelst du entsprechend kein Regenwasser mehr.
- Falls der Zulauf sich nicht verschließen lässt, stelle sicher, dass der Tank bei strengem Frost nie mehr als halbvoll ist. Der vordere Kugelhahn sollte dabei geöffnet bleiben, damit Wasser zwischen den Hähnen und Ventilen nicht gefrieren kann.
- Nutzte das verbleibende Wasser im Tank nach Bedarf.
Januar bis März
- Leere den Tank komplett bei anhaltendem Frost.
- Frost heißt: Wenn die Temperaturen auf – 8 Grad Celsius fallen oder die Temperaturen über mehrere Tage unter 0 Grad Celsius bleiben.
- Beide Hähne (Kugelhahn & Haupthahn) sollten geöffnet bleiben, um Restwasser zu entfernen.
- Ansonsten speichere das Regenwasser im Tank, solange es möglich ist, weil auch im Winter brauchen Pflanzen Wasser.
Im März
- Sobald die Frostgefahr vorüber ist, kann der Tank wieder ans Fallrohr angeschlossen werden.
- Entferne dazu den Blindstopfen, und der Tank ist wieder bereit zur Regenwassersammlung.
- Der Tank ist wieder voll einsatzfähig!
